Text: 66 Haare

Ich war ein schöner Jüngling, als ich grad siebzehn war,
ein Bauch hart wie ein Waschbrett und langes, dunkles Haar,

Die Mädels warn verschossen in meine Lockenpracht,
ich wurde sanft gestreichelt, am Tag und in der Nacht,

Heut schwärmen sie von andren, ich sehe es voll Graus,
denn meine größte Zierde fällt ganz allmählich aus.

Mit 66 Haaren, da fängt die Glatze an,
mit 66 Haaren schleicht sich die Panik an,
mit 66 Haaren wird’s ziemlich unbequem,
mit sechsundsechzig hast du echt ein Problem.

Zuerst sah ich verwundert in meinen alten Kamm,
der mir die Haare raubte als mein Problem begann,

Dann sprach ich im Vertrauen mit einem Starfriseur,
und bat ihn um ein Mittel für’s peinliche Malheur,

Er lachte: „Tun sie gar nichts, bei ihnen ist’s egal,
ganz gleich, was sie auch schlucken, ihr schönes Haupt bleibt kahl!“

Mit 66 Haaren, da fängt die Glatze an,
mit 66 Haaren schleicht sich die Panik an,
mit 66 Haaren wird’s ziemlich unbequem,
mit sechsundsechzig hast du echt ein Problem.

Ich streife durch Labore, such nach dem Zaubertrank,
die sechsundsechzig Treuen, die trag ich schulterlang.

Mal rot, mal schwarz wie Kohle, mal Strähnchen, mal blondiert,
mal lockig, mal gescheitelt, hab alles ausprobiert.

Heut Nacht hat mich, wie schrecklich, ein schlimmer Traum gequält,
ich hab bei der Parade nur fünfundsechzig gezählt!

Mit___ 65 Haaren, da fängt die Glatze an,
mit 64 Haaren schleicht sich die Panik an,
mit 63 Haaren wird’s ziemlich unbequem,
mit zweiundsechzig …

Oh-oh, siebzehn Jahr, volles Haar,
lang schon ist das her.
Siebzehn Jahr, volles Haar,
krieg ich niemals mehr, nie mehr!